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Review B.E. „Sein oder Nichtsein“


By admin - Posted on 19 December 2009

Mohamed El-Chartouni, der Siegener Rapper mit libanesichen Wurzeln hat bereits im November diesen Jahres sein Debütalbum „Sein oder Nichtsein“ auf den Markt gebracht. Labeltechnisch ist der „Micathlet“ bei Rubin-Music unter Dach und Fach, während das Album mit Hilfe von Rough Trade vertrieben wird.

Sein oder Nichtsein CoverMit 18 Tracks ist „Sein oder Nichtsein“ recht vollgepackt und um es vorweg zu nehmen, vielleicht sogar ein wenig zu voll aber dazu später mehr. B.E., der in der Vergangenheit vor allem durch diverse Battles auf sich aufmerksam machen konnte, ist niemand der sich für seine Skills verstecken müsste. Der gebürtige Libanese hat alles drauf was man im Reportaire eines professionellen Rappers erwarten würde, das einzige was ein wenig fehlt ist ein markanter Wiedererkennungseffekt in seiner Stimme, so das, wenn man kein eingefleischter B.E. Fan ist, es hin und wieder schwer fällt zu erkennen wer denn da gerade seine Flows zu Besten gibt.

Die Beats sind durchweg solide und kommen zum großen Teil von B.E. selber oder aber F.Y., jemand der mir persönlich bisher auch nichts gesagt hat aber was im Umkehrschluss ja nicht notwendigerweise bedeutet das es schlecht sein muss. Solide Beats aber nichts von außergewöhnlicher Qualität. Ähnlich sieht es bei den Features aus, abgesehen von Olli Banjo, der dem Track „Guten Tag USA“ seinen unverkennbaren Stempel aufdrücken kann, bleiben die meisten anderen, wie beispielsweise Vito Vitality, 0816 oder Spyco eher hinter B.E. zurück.

Echte Highlights auf dem „Sein oder Nichtsein“ sind die Tracks „Das ist Deutschland“ und „Flowmarkt“ aber hier wird auch das größte Manko des Albums sehr deutlich: der fehlende rote Faden. In „Flowmarkt“ führt B.E. sehr eindrucksvoll die verschiedenen Stilrichtungen des Rap vor, wie sie zur Zeit national und international am rotieren sind. Ganz ähnlich verhält es sich aber auch mit dem Album: es fällt schwer ein Thema auszumache, etwas das es besonders macht und einen dazu bringt die Songs immer und immer wieder zu pumpen.

Das Album ist beileibe nicht schlecht und für ein Debüt eines so jungen Rappers durchaus vorzeigbar aber es bleibt im nationalen Vergleich eher im Mittelmaß stecken. B.E. macht aber definitiv Lust auf mehr und ich freue mich schon auf den nächsten Wurf des Siegeners.

Bewertung: 3 von 5 Sternen

3

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